Sonntag, 15. November 2009

Zurueck in der Zivisialtion

Der Trip in die Berge war super! Dieser dauerte allerdings nur fuenf statt sieben Tage. Es waren sehr anstrengende und vorallem lange Tage dabei, aber es rentierte sich auf jeden Fall! Was ich so erlebte:

Tag 1: zuerst gings ans organisatorische - Passfotos, Permit fuer Sikkim (nahm knappe zwei Stunden in Anspruch da du von A nach B, von B wieder nach A laufen musst und dann noch mal an ein andren Ort - ich fragte einen Beamten warum sie diese drei Bueros nicht einfach in ein Gebaeude integrieren. Hatte allerdings das Gefuehl, dass er mich nicht ganz verstand...)

In Darjeeling hatte ich noch alles total "schlau" geregelt. Das heisst Gepaeck bei einem Guesthouse verstaut und mich darum gekuemmert, dass sie meine Waesche waschen bis ich wieder retour komme und nur das noetigste eingepackt!
Am Mittag gings dann endlich los nach Sikkim. Nach einer sehr anstrengenden 7 h Fahrt bin ich dann endlich in Yuksom / Sikkim angekommen. Erst mal ins Zimmer gegangen. Das war sehr uebel der Geruch dort - eine Mischung aus nasser Hund und Pisse. Das war natuerlich sehr bedauerlich, dass ich nun mein Gepaeck in Darjeeling liess inkl. mein Huettenschlafsack. So clever wie ich einst dachte, war ich dann doch nicht! :) So blieb mir nix andres uebrig als die schwarzen Knoellchen und Ficher (ich will gar nicht wissen, was das alles war!) vom Bettbezug zu entfernen und mich in die wohlrichende Decke einzunisten! War eine sehr entspannte Nacht...


Waehrend der Fahrt nach Sikkim

Danach traf ich die andren zwei Weiber aus meiner Gruppe! Wow - beide knapp 65 Jahre alt und die klassischsten Englaender. Am ersten Tag war ich etwas angepisst, da auch auf der Strecke nach oben uns nur Pensionisten begegnet sind. Erst dachte ich mir, was ich da wohl fuer Glueck habe mit vier Pensionisten welche zudem noch die ober Englaender und Schotten schlechthin sind die naechsten fuenf Tage zu verbringen. Nach einigen Stunden brach dann aber das Eis - und wir hatten uns sehr gut verstanden. Die ersten beiden Tagen waren sehr anstrengend wegen dem Aufstieg. Jeden Tag waren es 1000 Hoehenmeter welche wir machten in jeweils knapp 6 Stunden. Es war aber nicht so anstrengend wie ich befuerchtet habe! Geschlafen haben wir am ertsen Abend in einer einfachen Lodge. Da unsere Yaks noch nicht da waren und mir total kalt war, fragte ich unseren Guide, ob es hier irgendwo ein Lagerfeuer gibt - wunderbar, da hat er mich in eine Huette gebracht wo ein paar Einheimische lebten. Ich war so froh etwas Waerme abzubekommen. Dort konnte ich auch ein Sikkim-Bier probieren, welches aus einem Bambusbecher inkl. Bambusroehrchen getrunken wird. Dieses ist warm und schmeckt eher nach Most als nach Bier. Aber sehr fein!



Ich, Janet und Anita


unsere drei Yaks



Wir bekamen 3x taeglich gigantisches Essen. Ein Wahnsinn was drei Leute mit einem Gaskocher alles zaubern koennen! Sie kochten jedesmal so viel, dass wir nur knapp die Haelfte davon verspeisen konnten. Die Nacht war sehr kalt - wegen der Hoehe und der Kaelte bekam ich auch fast kein Schlaf ab und wartete jedesmal darauf bis wir wieder aufstehen. Hatte mich also gar nicht genervt, dass beide Pensionisten Dauerschnarcher sind...


Abendessen bei Kerzenschein auf 2900 m


Wir mit beiden Kitchenboys und Krishna unserem Guide

Am zweiten Tag gings dann rauf auf Dzongri (4030 m) - dort angekommen wars natuerlich wahnsinnig kalt. Leider gab es weder einen Stuhl noch Tisch - dafuer eine Lodge, und wir kaempften darum in dieser schlafen zu duerfen und nicht in ein Zelt zu muessen. Die Crew war total nett, wenn uns kalt war machten sie uns Waermeflaschen und alle hatten immer einen fetten Grinser.


Endlich angekommen: Dzongri


Aussicht von Dzongri



Am naechsten Morgen gings dann um 04:30 Uhr los um nochmals einen knapp 1 h langen Aufstig von 370 m zum Aussichtspunkt zu machen. Ehrlich gesagt war ich vom Ausblick etwas enttaeuscht, das Wetter spielte ebenfalls nicht so mit. Ich hatte an diesem Morgen dazu noch erhebliche Probleme mit der Hoehe. Mir war kotzuebel, was dann aber nach knappen 3 h vorueber war. Ich kaempfte mich den scheiss Berg rauf um den Sonnenaufgang zu beobachten. Als ich mich dann wieder fit fuehlte, hatten die andren so ihre Probleme mit der Hoehe. Der Rest des Tages war sehr entspannt. Endlich schien mal die Sonne (die Tage davor hatten wir nur Nebel) und so doesten wir fein vor uns hin. In der Nacht hatte ich dann wiedermal Probleme mit dem Schlaf. Um 04:30 Uhr bemerkte ich nur dass ein Fiech in meinem Gesicht ist. Ich vernahm kalte, weiche Pfoten welche ueber meine Stirn trampelten. Schreck lass nach - bin sofort aufgesprungen - wie eine nersche geschrien. Da der Schlafsack geschlossen war zappelte ich total rum um rauszukommen, dachte dass die Maus in Schlafsack reingeflogen ist als ich aufgesprungen bin! Beide Englaenderinnen sind daraufhin natuerlich auch gleich wach geworden. Ich schrie nur dass sie sofort ihre Taschenlampen einschalten sollen. Naja, und da sahen wir noch die Maus durch eine Nische schluepfen! War ein sehr tolles Erlebnis. Danch musste ich Traenen lachen - ich haette zu gerne ein Foto von meinem Gesichtsaudruck als ich das bemerkte und aufsprang :)


Sonnenaufgang auf 4400 m Hoehe


ueberall tibetische Gebetsfahnen




schoenes Wolkenspiel

Den Tag danach gings dann wieder runter auf Tshoka (2900 m). Dort fuehrte ich meine "potschate" Phase weiter in dem ich mich auf einen Stuhl setzte, welcher nur 3 Beine hatte - das Ergebnis? Natuerlich vor allen andren voll auf die Schnauze geflogen! Wunderbar :)

Beim runterlaufen ( knappe 11 Stunden insgesamt) hatte ich starke Schmerzen im Knie. Ich verbrauchte 5 Schmerztabletten - es war die Hoelle. Jeder Schritt schmerzte wie Sau - als ich dann zwei auf einmal einwarf gings wieder wunderbar. Jetzt ist alles wieder gut - Muskelkater vom dauer - steil - abwaerts laufen ist auch schon fast vorbei! :) Allerdings wurden wir am 4. Tag mit einem tollen Ausblick belohnt. Dieser war viel besser als beim Aussichtspunkt!


die Pensionistentruppe ( 2x Oesterreich, 3x England, 1x Schottland, 1x Deutscher)




und doch noch ein Einblick ins Himalaya-Gebirge






auf dem Weg nach unten: Toilette oder hinter den Baum?

In Yuksom wieder angekommen kuemmerte ich mich erst mal darum, dass ich nicht wieder in diesem stinkenden Zimmer schlafen muss - und so bekam ich ein viel besseres. Am naechsten Morgen gings dann um 06:30 Uhr mit einem Sammeljeep zurueck nach Darjeeling, d.h. zurueck zu meinem heiss ersehnten Gepaeck. Endlich frische Klamotten, ich konnte mich selber nicht mehr e- sechs Tage ohne Dusche und defenetiv zu wenig Klamotten... Gott sei Dank gings den andren aber nicht besser :)

Die Fahrt, welche diesmal von 06:30 Uhr - 14:30 Uhr dauerte war mehr als anstrengend! 17 Leute + 1 Baby in einem Jeep - nicht gerade komfortabel! Auf der Aussenseite der Schenkel bildet sich schon Kondenswasser, da man so eng aneinander sitzt bzw. eingequetscht ist! Der Jeep machte zwischendurch sehr seltsame Geraeusche - von Knattern bis Quietschen war alles dabei, bis es soweit war und die Bremsen mussten repariert werden. Halt so rein provisorisch erst mal, da wir ja mitten auf der Strecke im Nichts waren. Ein ungutes Gefuehl, doch ich beobachte immer den Fahrer. Wenn der entspannt drein schaut, dann bin ich es auch - natuerlich auch umgekehrt! Alles hat gut geklappt, ausser dem kleinen Maedchen dass hinter mir sass! Zwei mal in Jeep gekotzt und etliche Male aus dem Fenster. Gott sei Dank hatte sie nichts gefruestueckt :)
Vorallem hatte ich echte Bedenken, dass sie mir in den Nacken kotzt und so nahm ich noch eine unbequemere Stellung ein und beugte mich fuer knappe zwei Stunden nach vorne! Nach weiteren Pannen seitens anderer Autos kam ich endlich um 14:30 Uhr im vernebelten Darjeeling an. Hab dann am Abend total nette Leute kennen gelernt. Mit Maya ( von Israel) werde ich mich in fuenf Tagen in Bodhgaya (die bedeutenste buddhistische Pilgerstaette weltweit) treffen. Denke, dass dies eine tolle Zeit werden wird! Danach gehts dann weiter nach Varanasi, Agra (Taj Mahal) und Delhi. All zu viel Zeit in Indien hab ich ja leider nicht mehr - am 07.12. geht mein Flug nach Manila. Freue mich aber total auf die Straende und natuerlich auf Sandra :)


defekte Bremsen - jipiiiiii

Sonntag, 8. November 2009

CHEERS TO LIFE!

Raus aus dem stickigen Kalkutta, dachte ich mir und besorgte mir ein Zugticket nach Darjeeling. Das heisst von knappen 33 Grad zu 20 Grad. Das Zugticket zu besorgen dauert allerdings ein wenig. Das laueft hier etwas anders ab als bei uns, denn Inder lieben Formalitaeten und so muss man erst mal rausfinden an welchem Schalter (zur Info: es standen knapp 10 zur Verfuegung - und alle auf dem gesamten Bahnhof verstraeut - und auch dieser ist nicht mit unseren zu vergleichen, das sind Dimensionen - der Wahnsinn!) Ja gut, am richtigen Schalter endlich angekommen, sagt mir der gute Herr dass alles ausgebucht ist! Ja super, das heisst noch 2-3 Tage laenger in Kalkutta als geplant - nutzt nix! Allerdings gibts da eine sogenannte "tourist quota" wo ein paar Plaetze extra fuer Touristen freigehalten werden. Das hiess allerdings, anderes Gebaeude an Tag 2 der Zugticketbeschaffung. Dies lief dann aber wie geschmiert und zahlte sagenhafte EUR 3.20 fuer 10 h Zugfahrt. Auch die Fahrt mit dem Jeep nach Darjeeling, welche knappe vier Stunden dauerte (ueber Stock und Stein - das waren keine Schlagloecher sondern eher ein bisschen Strasse in einem Loch! ) kostete gerade mal EUR 1.10. Das Lob ich mir - EIN PARADIES FUER HARTZ IV EMPFAENGER sag ich da nur :)

In Darjeeling angekommen war ich direkt verliebt in diese Gegend. Alles ist total friedlich, verschiedenste Kulturen treffen aufeinander. Buddhisten, Hindus, auch tibetischer Buddhismus, Moslems und auch katholische Kirchen hat Darjeeling zu bieten. Es ist total schoen durch diese Gegend zu schlendern, von hier und da ertoent wunderschoene Musik, es ist um einiges sauberer als in Kalkutta und auch die Menschen sind ganz anders. Ich empfinde sie als freundlicher und gebildeter. In Kalkutta jemanden zu gruessen oder einfach anzulaecheln - teilweise nicht so gut - fuehrte meistens zu einem etwas unangenehmen Gefuehl. Ihr muesst wissen, dass die Strassen Indiens hauptsaechlich von Maennern dominiert werden. An abwertende Blicke oder nachgepfiffe hab ich mich bereits gewoehnt. Die Blicke der Bettler wenn du ihnen nichts gibst - an diese kannst du dich allerdings nicht gewoehnen! Jedesmal ist es wie ein Stich ins Herz - aber jedem kann ich nicht geben! Als ich eines Abends durch Kalkutta lief rannte ein Maedchen - ohne Oberteil und Schuhe auf mich zu. "Please, buy me food, I ate nothing today!" Was machste da wohl? Ihre Mutter und ihrer kleinen Schwester, fuenf Monate alt hatten ebenfalls noch nichts. Fuer das Baby wurde erst mal ein Vorrat an Milchpulver gekauft, dann gings ab zum Essensstand. Da gabs erst mal RICHTIGES Wasser und Reis. Die Augen strahlten - von allen - und waehren sie assen kam ich ins denken: EUR 1.90 dass vier Personen zu essen haben (ohne Milchpulver) Ich lasse das einfach mal so stehen!
Als das die anderen Bettler in der Strasse mitbekamen dass ich so grosszuegig war, wollten sie natuerlich auch etwas. Wie gesagt, ich kann nicht mit allen Bettler zum Essenstand gehen! Fuck you - war nur eines was sie mir nachrufen!
Generell ist aber zu sagen, dass die Bettler recht friedlich sind. Ich bin froh dass die verkrueppelten dich nicht beruehren, da haette ich ein echtes Problem damit!

Generell ist es aber so zu verstehen, dass ich in dieser Woche total super Erfahrungen sammeln durfte. Einige einheimische Maenner nehmen dich gleich unter ihre Fittiche, wenn sie sehen dass du alleine reist. Sei es am Bahnhof oder einfach in der Stadt wenn du eine gewisse Gegend suchst. Einer half mir wo ich auf der Suche nach einer Bank war und er zeigte mir in welcher Strasse. Wieder draussen war er natuerlich immer noch hier um mir seinen Shop zu zeigen.Gehste halt kurz mit - kaufen tu ich aber nix - gab ich zu verstehen. No problem ma'm. Tausende Artikel auf knappen drei Quadratmetern verteilt. Typisch fuer indische Geschaefte. Dann gabs Chai (Schwarztee und Milch - ziemlich ueble Kombi wenn man keine Milch mag) ich bekam eine riesen Tasse, er eine mini Tasse. Da nahm ich den ersten Schluck - "how do you like it?" - ja da musste ja mit SUPER oder aehnlichem antworten. Austrinken musste auch! Als ich wieder und wieder daran nippelte - er war bereits fertig - fragte ich einfach warum dass ich so eine grosse Tasse und er so eine kleine Tasse habe. "You are my guest of india!" ok, da hab ich ihm mal vorgeschlagen dass wir teilen koennen, ich nicht einen Vorzug haben moechte. Gott sei Dank hats geklappt, denn von Milch bekomm ich einfach "Wuergreize" :)

Zurueck zu Darjeeling: Ich habe eine super Unterkunft erwischt - auch wieder einmal fuer nur EUR 3.60 - wie gesagt, ein Paradies fuer Sparfuechse! :)

Als ich heute auf dem Weg zu meinem Guesthouse war, entdeckte ich ein Plakat eines Trekkingunternehmens, welches noch auf der Suche fuer einen Trekkinteilnehmer ist. War zwar nicht geplant so schnell einen Trek zu unternehmen, aber wo bleibt die Spontanitaet dachte ich mir! Und zack, alles gebucht. Auf dem Markt noch das notwendigste besorgt (Kappe, dicke Jacke, lange Unterwaesche ...) und los gehts. Leider war es total schwer eine Fleecejacke zu besorgen, und da bot mir eine Verkaeuferin an ihre abzukaufen. Sie wollte knappe EUR 4.00 - versicherte ihr allerdings dass ich sie in acht Tagen wieder zurueck bringen werde :)
Morgen gehts auf nach Sikkim (eigener Bundesstaat in Indien wo ich noch eine spezielle "Erlaubnis" benoetige um fuer ein paar Tage reinzuduerfen. Das heisst Passfotos besorgen und wieder Formalitaeten. Meine Tour wird sieben Tage dauern und es geht bis auf 4.500 m Hoehe hinauf. Wir sind eine Gruppe von drei Touris, und etwa 5-6 Einheimischen (Traeger, Guide, Koch usw.) Geschlafen wird in Zelten bei Temperaturen um den Nullpunkt. Ich bin total gespannt - alle notwendigen Vorkehrungen hab ich getroffen und mir diese Sache auch sehr gut ueberlegt. Ich denke, dies werden die haertesten sieben Tage meiner Reise werden, da das Tagesziel zwischen 5-9 Stunden gehen sein wird - ausser am letzten Tag wo die Luft schon ziemlich duenn sein soll! So - good thinking for the next few days! Die Herausforderung ist nun meines :)

Auch dieses Mal muss ich wieder sagen dass es keine Fotos gibt, da ich wegen der Trekkingtour zu wenig Zeit fuers Internet hab. In einer knappen Woche koennt ihr aber mit Sicherheit auf traumhafte Fotos vom Himalaya-Gebirge rechnen, natuerlich auch von Kalkutta und Darjeeling.

In dem Fall - Berg heil!

Bettina

Dienstag, 3. November 2009

Namaste!

Endlich bin ich in Kalkutta angekommen. Beim Zwschenstopp in Dubai konnte ich es nicht besser erwischen, da mein Sitznachbar bei der Emirates Business Group dabei war und mich einlud dort die Zeit totzuschlagen. Wunderbar wars, kostenloses Essen, Trinken und spannenden Geschichten! Nobles Teil gewesen :)

Nach einem ziemlich anstrengenden Flug von Dubai-Kolkata - ich sage nur Kinder :) - bin ich total uebermuedet gelandet. Ich wurde aber gleich wieder wach. Der erste Lacher des Tages war bitte der Typ an der Schweinegrippekontrollstelle. Ihr haettet es sehen sollen, wie in einem schlechten Film. Der Mann sass da, an einem Tisch mit einer Plastik-Oma-Tischdecke, alles komplett veraltet und vermodert, aber hauptsaechlich einen riesen Flatscreen mit Waermebildkamera. Das war sicher mit Abstand der teuerste Gegenstand auf dem gesamten Flughafen :) Dann gings nach draussen. Etliche Inder starren dich an, alle rennen her: need taxi ma'm? Nein ich will erst mal eine rauchen! Da rennt schon der naechste auf mich zu: chai, chai - welcome in india, thank you for visiting my country - und drueckt mir einen mini becher chai in die hand. gut dachte ich mir, nimmst ihn halt. pack ich meinen rucksack, wirf ihn auf den boden und beobachte das treiben. ich musste vor mich hin laecheln, als ich bemerkte: fuck - mein rucksack liegt in der scheisse! na gut, das war mir eine lehre! Als die Spuren beseitigt waren, entschied ich mich fuer ein pree-paid taxi. Der Horror! Ich wusste nicht wieviel Male mir fast das Herz stehen blib und ich mir dachte, dass sich das auf keinen fall mehr ausgehen kann! Die Tuk-tuk Fahrten in Thailand verglichen mit den indischen sind dagegen fast harmlos :)

Fanstastisch finde ich wie einfallsreich die Inder im "Arbeitsplaetze" schaffen sind. Bis du im Taxi eingestiegen bist, hast du sechs Personen beschaeftigt. Bei dem einen hab ich das Ticket besorgt, der naechste wies mir den Weg, der dritte wies mir den Taxifahrer zu, der vierte und der fuenfte machten mir die Tuere auf und packten den Rucksack ins Auto. Fein denkste dir, die sind aber nett hier. Doch der Schein truegt - zaaack stehen gleich wieder paar hier: give tip ma'm! Jo guata Tag, warum auch, ich hab euch gar nicht um eure Hilfe gefragt, ausserdem war es auch nicht eine wesentliche Erleichterung... Ja gut denkste, gibst halt, aber auch nur weil ich jetzt muede angekommen bin und keine Boecke auf Diskussionen hab. Als Antwort bekam ich: "Give Euro Ma'm. 5 Euro for both!" Jo genau, hond wohl an Schuss fuenf Euro. Und so auch der Chai-Verkaeufer. Viele Inder laufen dir nach, ich selber bemerke es gar nicht bzw. dachte die sind schon wieder gezogen, auf einmal hoerste was. Look lady, new market I show you. Drehst dich zu ihm und kennst dich im ersten moment gar nicht aus dass der dir so weit gefolgt ist, nur mit der Hoffnung dass du ihm vielleicht etwas abkaufen koenntest. Ist etwas muehsam, denn die laufen dir staendig und vorallem noch ziemlich lange nach! Andere Laender - andere Sitten :)

Ich bin total gespannt auf die naechste zeit - noch ist mir Indien fremd, die gerueche, bettler und schlepper (ignorieren bringt nichts, sie laufen dir nach bis du sie "verjagst"), generell die maenner, und was man hier auf der strasse alles sieht. INCREDIBLE INDIA!
Doch bin ich mir sicher, dass dies die richtige Entscheidung war und ich noch viele schoene Eindruecke und Erfahrungen sammeln werde.

Fotos kommen beim naechsten Mal - versprochen!

Pfueate
Bettina

Sonntag, 18. Oktober 2009

Komm: Draußen wartet die Welt!

Meine Reise nach Indien, Philippinen, Singapur, Laos, Thailand und was mir sonst noch so begegnen möchte :)

Bald ist es soweit und ich steige in den Flieger nach Kolkata in Indien.

Meine Route?
Naja, erst mal ein paar Tage Kolkata - alles auf mich wirken
lassen - ankommen - klarkommen!

Also: lasst euch überraschen - ich tu´s auch! :)

Zum Schluss noch ein paar Eindrücke was mich erwarten wird: